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Schwule Japaner bleiben weiter ledig

homo.net Info vom 12. Februar 2026
von Webmaster Jan

 

Als am vergangenen Montag die neuesten Nachrichten aus Japan um die Welt gingen, glaubte man zunächst, seinen Ohren nicht zu trauen. Leider ist die neueste politische Entwicklung allzu wahr.

Premierministerin Sanae Takaichi (64) hat dieses Wochenende die Parlamentswahlen in Japan haushoch gewonnen. Als Vorsitzende der japanischen Liberaldemokratischen Partei (LDP) holte sie mehr als zwei Drittel der Sitze. Damit erzielte sie den größten Wahlsieg in der Geschichte ihrer Partei.

Die populäre Premierministerin hatte die Abstimmung vor zweieinhalb Wochen kurzfristig angesetzt. Der kurze Wahlkampf überrumpelte die Opposition. Takaichis Hoffnung, ihre hohen Sympathiewerte nutzen zu können, hat sich voll erfüllt.

Die ultrakonservative Politikerin wurde unter anderem besonders dadurch populär, dass sie die offizielle Darstellung der japanischen Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg infrage stellt und die gleichgeschlechtliche Ehe ablehnt.

Dieser Stimmungswandel bei der Beurteilung der schwulen Ehe ist umso überraschender, da noch vor wenigen Jahren weit mehr als zwei Drittel der Wähler in Japan die Ehe für Alle unterstützten.

Dabei ist Homosexualität in Japan seit mindestens dem 10. Jahrhundert bis heute ein akzeptiertes sexuelles Verhalten. In früheren Zeiten wurde Liebe zwischen Männern sogar als die reinste Form der Liebe betrachtet. Zu keiner Zeit wurde sie in der japanischen Gesellschaft und Religion als Sünde angesehen.

Jetzt reiht sich Japan in die Gruppe der Länder ein, die durch gewaltige Rüstungsausgaben die Wirtschaft ankurbeln wollen und durch Verweigerung gleicher Rechte für Schwule extrem konservative Wählerschaften mit heutzutage unhaltbaren homophoben Positionen gewinnen.

Japan ist und bleibt damit das einzige G7-Land ohne gleichgeschlechtliche Ehe.

Zutiefst erstaunt und enttäuscht
Jan
Webmaster
vom homo.net Team

 

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